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  September 8, 2010  
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Übersicht | Materialbedarf | Kapazitätsbedarf | Auftragsbezogene Vorausdisposition | Fremdbearbeitung | Fertigungsauftrag Verwalten |  Freigeben | Rückmelden
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Die Produktion im Griff

Hauptaufgabe der Produktion ist die Herstellung der richtigen Art und Menge eines Gutes zum richtigen Zeitpunkt. Die Software-Produktion plant parallel alle Ressourcen des Produktionsprozesses und stimmt sie optimal aufeinander ab.

Anhand der Kundenauftragsdaten werden Fertigungsaufträge erstellt, verwaltet, abgewickelt und auf Engpässe geprüft. Ist zu einem Teil eine Stückliste, ein Arbeitsplan erforderlich, so löst die Bedarfsrechnung sie auf und verändert die erstellten Abbilder auftragsbezogen.

In den Stammdaten werden Ersatzteile auch separat angezeigt. Auftrags- und variantenbezogene Zuordnungen behandelt das System individuell. Die Durchlaufterminierung ermittelt positionsbezogene Termine für die Materialbereitstellung. Dabei meldet das Modul Produktion Fehl teile oder Kapazitätsengpässe.

Die Simulation prüft die Termineinhaltung und zeigt den aktuellen Auftragsstand über die Fertigungsstruktur.

Die Funktionen im Überblick:

Materialbedarf

  • Primärverwaltung
  • Auftragseinplanung
  • Plausibilitätsprüfung

Kapazitätsbedarf

  • Rückwärts-, Vorwärts-, Durchlaufterminierung
  • Arbeitsgänge splitten/überlappen
  • Baugruppen überlappen
  • Grafik Kapazitäten und Engpässe
  • Kapazitätsabgleich

Auftragsbezogene Vorausdisposition

  • Bedarferfassung
  • Abwicklung von Bestellungen bzw. Fertigungsaufträgen

Materialbedarf

Mit der Primärverwaltung werden neue Aufträge erfasst und Umplanungen an bestehenden Aufträgen vorgenommen. Die Betrachtung erfolgt über die komplette Auftragsstruktur. Primäraufträge für Kundenbedarfe erzeugt und verwaltet die Auftragsverwaltung des Moduls Vertrieb. Stücklisten- und Arbeitsplannummern für Eigenfertigungsteile sind im Teilestamm hinterlegt. Sie werden als Rumpflisten hinterlegt und sukzessive vervollständigt.

Die Auftragseinplanung ermittelt den Einzelbedarfssatz je Verursacher über Stücklistenauflösung. Die einzelnen Stücklistenpositionen werden den Arbeits-gängen zugeordnet. Mengen- und Terminänderungen der Einzelbedarfssätze führt das System nach erfolgter Plausibilitätsprüfung durch.

 


Kapazitätsbedarf

Das System ermittelt die Termine und Kapazitätsbelastung einzelner Arbeitsgänge. Die Terminplanung erfolgt als Rückwärts-, Vorwärts- oder Durchlaufterminierung.

Die Voreinstellung legt fest, ob ein Arbeitsgang gesplittet oder überlappt wird. Bei Splittung oder Überlappung erfolgt eine Änderung der Durchlaufzeiten. Der Anwender verfolgt die Kapazitäten und Engpässe auf einer Grafik. Dazu werden die Arbeitsplätze mit den Kapazitätsbedarfen der Arbeitsgänge belastet. In einer Periode wird nur die in der Planungsperiode liegende Zeit belegt, auch wenn der Arbeitsgang sich über mehrere Planungsperioden erstreckt.

Auch ganze Baugruppen können zeitlich überlappt werden. Bei Umterminierungen von Engpässen, Fertigungsaufträgen oder Arbeitsgängen wird ein Kapazitätsabgleich durchgeführt.

 


Auftragsbezogene Vorausdisposition

Während eines Konstruktionsvorgangs stellt sich heraus, dass für die Fertigung der Erzeugnisstruktur Teile benötigt werden, die aufgrund ihrer langen Beschaffungs- bzw. Fertigungszeiten umgehend beschafft bzw. gefertigt werden müssen. Auf die endgültige Einplanung der restlichen Erzeugnis-struktur kann nicht gewartet werden. Deshalb werden die Teile manuell über die auftragsbezogene Vorausdisposition als Bedarf erfasst und zunächst wie alle regulären Bedarfspositionen disponiert.

Die daraus resultierenden Bestellungen bzw. Fertigungsaufträge werden über die Standardfunktionen bis zum Wareneingang bzw. bis zur Auftragsfertig meldung des vorausdisponierten Primärauftrags abgewickelt. Eine Mengen- bzw. Terminänderung an bereits vorausdisponierten Positionen ist jeder zeit möglich.

 


Fremdbearbeitung

Wird der Fertigungsauftrag zur Fremdbearbeitung freigegeben, können Bestellvorschläge mit den dazugehörigen Lieferscheinen erstellt werden.

Die Preisfindung findet in der jeweiligen Lieferantenwährung statt und stellt zusammen mit den Kostenvorgaben eine Orientierungshilfe dar.

Der Wareneingang aus der Fremdbearbeitung wird direkt an die Fertigung gemeldet.

 


Fertigungsauftrag Verwalten

Die Fertigungsauftragsverwaltung erfasst neue und verändert bestehende Aufträge. In ihr wird immer ein einzelner Fertigungsauftrag aus der Auftragsstruktur betrachtet.

Die Auswirkungen von Stornierungen, Umplanungen, Veränderungen von Mengen und Terminen oder Fertigungszeiten einzelner Arbeitsgänge macht das Modul Produktion schnell deutlich. Innerhalb eines Fertigungsauftrages können die Materialpositionen geändert oder neu hinzugefügt werden.

Für auftragsneutrale Stammdaten können bei Bedarf die Material- und Arbeitsgangpositionen bestehender Fertigungsaufträge nachträglich durch aktuelle Stücklisten / Arbeitspläne ersetzt werden.

Änderungen in den auftragsbezogenen Stücklisten oder Arbeitsplänen können automatisch und direkt in bereits eingeplante Fertigungsaufträge geführt werden. Bei größeren Mengen- und Terminänderungen des Fertigungsauftrages verfolgt b2 alle Störungsmeldungen und zeigt Unterauf träge, Fertigungsstand, Arbeitsplatzbelastung, Mate rialverfügbarkeit und Kalkulationsdaten an. Auf tragsstruktur und -verwendung, sowie die kritischen Ressourcen sind mit der Tree-View-Darstellung be sonders übersichtlich einsehbar.

Für Detailinformationen können innerhalb der Struktur einzelne Bereiche gesondert angeklickt werden.


Freigeben

Die Auftragsfreigabe übergibt die geplanten Fertigungsaufträge an die eigentliche Fertigung.

Das System weist Kapazitätsengpässe aus und kennzeichnet Fehlteile (Teile, die für die Fertigung notwendig, jedoch nicht vorhanden sind).

Die zu fertigenden Arbeitsgänge können als ArbeitsvorratsListe ausgedruckt werden. In der Auftragsfreigabe werden die Fertigungsunterlagen gedruckt.

Die Fertigungsaufträge können an ein BDE-System und/oder den Feinplanungsleitstand übertragen werden.

 


Rückmelden

Über Rückmeldungen wird der Fertigungsfortschritt überwacht.

Materialentnahmen, Arbeitsgangrückmeldungen inkl. Lohndaten und Auftragsfertigungsmeldungen werden manuell oder entsprechend der Parametereinstellungen vorgenommen.

Alle Lagerbewegungen werden mit Rückmeldungen in Lager verbucht. Die Rückmeldungen werden in der mitlaufenden Kalkulation (Kalkulation) berücksichtigt und ausgewiesen. Arbeitsgangrückmeldungen können aus dem BDE-System oder dem Modul Produktion an ein Lohnabrechnungssystem übergeben werden.

Bei abgerechneten Auftragsdaten wird die Nachkalkulation angestoßen. Danach können die Fertigungsdaten archiviert oder gelöscht werden.

Zum Prüfmittelwesen

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